Durchschnittliche Lebenserwartung von Katzen? | nach Rasse

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Wie sieht die durchschnittliche Lebenserwartung von Katzen aus? Diese Frage stellen sich diejenigen, die sich eine Katze anschaffen wollen, aber auch Katzenbesitzer und Tierliebhaber.

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Wie alt werden Katzen?

Wie alt deine Katze wird, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Zum Beispiel die Rasse spielt eine Rolle oder wie optimal die Haltung gestaltet ist. In den kommenden Zeilen erfährst du alles über die Alterserwartung von Katzen.

Die durchschnittliche Lebenserwartung von Katzen

Eine Katze wird im Schnitt 15 bis 18 Jahre alt. Je nach Lebensverlauf kann das Alter unterschiedlich ausfallen. In seltenen Fällen wurden Tiere dokumentiert, die das fünfundzwanzigste Lebensjahr überschritten haben. Das geschätzte Höchstalter für Hauskatzen liegt bei 30 Jahren. Die älteste bekannte Katze Crème Puff wurde sagenhafte 38 Jahre alt.

Unterschied Freigänger und Haus/Wohnungskatze?

Eine Katze, die nur zu Hause ist, also ohne Freigang, wird statistisch gesehen älter als ein Freigänger. Das liegt vor allem an den Gefahren, die draußen laueren:

  • Menschen,
  • Mehr Parasiten, die Krankheiten übertragen können
  • Andere Katzen (Stichwort Revierkämpfe)
  • Wahrscheinlichkeit für Verletzungen ist höher

Straßenkatzen ohne menschliche Pflege werden nur 6 bis 8 Jahre alt.

Wie alt wird eine Katze? Unterschied Katze und Kater?

Wie beim Menschen wird das weibliche Geschlecht meist älter. Die weiblichen Tiere erreichen ein leicht höheres Alter als Kater.

Rassenunterschiede bei der Alterserwartung?

Es viele unterschiedliche Katzenrassen. Große Abweichunge bei der Alterserwartung gibt es nicht. Handelt es sich um eine Rassekatze, liegt die Lebenserwartung ein bis zwei Jahre unterhalb der einer normalen Hauskatze. Der Unterschied in der Lebenserwartung von Rassekatzen im Vergleich zu Hauskatzen ist nicht so groß wie bei zum Beispiel Hunden. Die folgende Tabelle zeigt die feinen Unterschiede bei typischen Katzenrassen.

RasseWie alt wird die Katze?
EKH – Europäisch Kurzhaar15-22
Perserkatze10-17
Bengalkatze12-16
Siamkatze15-20
Sphynxkatze10-20
Heiligen Birma12-20
Karthäuser12-15
BKH – Britisch-Kurzhaarkatze12-14
Ragdoll12-17
Sibirische12-15
Maine Coon12-15
Tabelle: Wie alt werden Katzen

Es können Erbkrankheiten vorliegen, die die Lebenszeit mindern. Achte, wenn du dich für eine Rassekatze entscheidest auf einen anständigen Züchter. Wie du einen guten Züchter erkennst, erfährst du hier: Checkliste seriöser Züchter.

Alterserwartung bei Krankheiten?

Im Verlauf des Katzenlebens kann es zu Krankheiten und Verletzungen kommen. Je nach Härte beeinflusst dies massiv die Lebenserwartung. Die Angaben sind recherchierte Durchschnittswerte. Das bedeutet nicht, das sie auf deine Katze zutreffen muss. Eine genaue Einschätzung kann ein Arzt geben, der deine Katze bereits kennt.

KrankheitLebenserwartung
FibrosarkomNach Operation ein bis zwei Jahre
Niereninsuffizienz (CNI) nierenkranke KatzeDie häufigste Todesursache ist nicht heilbar. Lebenserwartung von ein paar Monate bis ein paar Jahre
SchilddrüsenüberfunktionKann vollständig behandelt werden
Mit TumorenJe nach Größe und Art verschieden. Unter zwei Zentimeter Durchmesser circa drei Jahre.
HCM (Hypertrophe Kardiomyopathie)Viele Jahre
Mit Arthrose (Osteoarthrose)90 % über 12 Jahre alte Katzen haben Arthrose. Die meisten Besitzer bemerken es nicht. Mit Behandlung muss die Lebenserwartung nicht sinken.
DiabetesTreten keine Komplikationen auf einige Jahre
Tabelle: Wie Alt werden Katzen mit Krankheiten?

Kann ich die Lebensdauer beeinflussen?

Viele Aspekte spielen eine Rolle. Einige kannst du beeinflussen, genetische Faktoren hingegen nicht. Um die besten Voraussetzungen für eine hohe Lebenserwartung deiner Felsnase zu schaffen, sollten optimale Haltungsbedingungen vorliegen. Denn der Lebensraum spielt eine Rolle.

Der Hauptgrund, weswegen Streuner ein geringeres Alter erreichen als Hauskatzen, ist der konstante Stress, dem die Tiere in der Natur ausgesetzt sind. Nahrungsbeschaffung, Revier-Kontrollen und Verteidigung gegen Artgenossen sind Aufgaben, die eine Menge Ressourcen und Zeit in Anspruch nehmen. Zu allem Überfluss kommen Parasiten hinzu, die stetig ihren Tribut fordern. Tatsächlich besteht auch bei anderen Tierarten eine negative Korrelation zwischen der Parasitendichte und der Lebenserwartung. Je höher die Belastung durch Parasiten ist, desto vorzeitiger sterben die betroffenen Individuen.

Glücklicherweise sorgt gute Pflege dafür, dass all diese relevanten Stressfaktoren bei Haustieren gar nicht erst auftreten.

Das bedeutet: Regelmäßige Impfungen, Wurmkur und Mittel gegen Parasiten, wie Zecken zu verwenden trägt zu einer gesünderen Lebensweise bei.

Wie beim Menschen: Wer sich gesund ernährt, lebt in der Regel länger. Es treten weniger Krankheiten auf und man ist insgesamt gesünder. Auch wenn du die genetische Veranlagung deiner Katze nicht ändern kannst, kannst du ihr allgemeines Wohlbefinden mit der Ernährung fördern. Hochqualitative Katzennahrung mit einem hohen Fleischanteil und wenig pflanzlichen Nebenerzeugnissen sind ein guter Anfang.

Zu viel Nahrung kann aber auch Dick machen, was wiederum zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Deshalb ist es wichtig, das Katzen ausgelastet sind. Sie brauchen genügend Bewegung und Beschäftigung um überschüssige Kalorien abzubauen und körperlich fit zu bleiben. Gerade bei reinen Hauskatzen muss der Besitzer für genügend Beschäftigung sorgen.

Wie alt werden Katzen in Menschenjahren?

Das erfährst du in meinem anderen Blogartikel: Katzen in Menschenjahre

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