Kastration von Katzen – was steckt dahinter?

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Kastration von Katzen

Einfach gesagt wird unter der Kastration von Katzen, das Entfernen der Fortpflanzungsorgane verstanden. Eine Fortpflanzung ist dann nicht mehr möglich.

Muss ich meine Katze kastrieren lassen?

Wenn die Katze das Haus verlässt gibt es in manchen Städten eine Kastrationsplicht. Ohne Kastration dürfen die Tiere das Haus nicht verlassen. Für reine Hauskatzen besteht keine Pflicht. In vielen Fällen ist es aber dennoch sinnvoll (unten mehr dazu).

Kastrationsplicht für Katzen

In vielen Städten herscht eine Kastration- und Kennzeichnungspflicht für Katzen.

Ist deine Katze auch betroffen? Was steckt dahinter? Wozu das Ganze?

Eine Katze kann sich, je nach Rasse, ab etwa dem 6. Lebensmonat fortpflanzen. So können pro Jahr mehrere Würfe mit mehreren Kitten hervorkommen, sodass eine Vielzahl an Katzen entstehen.

Eine kleine Rechnung:

1.Jahr:

2x Wurf mit 3 Kitten = 6 „Neue“, wenn davon die Hälfte weiblich ist und diese im selben Jahr noch einmal gebären, entspricht das weitere 9 „Neue“. Also 15 „Neue“ im ersten Jahr.

2.Jahr:

Diese und ihre Nachkommen bringen im 2. Jahr bereits 90 weitere Kitte zu Welt. Nach 2 Jahren sind aus 2 –> 107 Katzen geworden (vorausgesetzt es überleben alle, 3 pro Wurf, die Hälfte weiblich).

–> So können nach 10 Jahren mehrere Millionen Katzen entstehen.

Um die ungewollte, explosionsartige Vermehrung zu unterdrücken, wurde die Pflicht für Katzenbesitzer eingeführt, seine Katze zu kastrieren. Das gilt allerdings nur für Freigänger! Eine dauerhaft im Haus lebende Katze ist nicht verpflichtet.

In welchen Städten herrscht die Kastrationsplicht von Katzen?

In circa 700 Städten herrscht die Pflicht. Ob deine Stadt auch dabei ist kann beim deutschen Tierschutzbund (>Kastrationspflicht<) nachgelesen werden.

Vorteile der Kastration von Katzen

Neben der Kontrolle der Vermehrung, gibt es viele weitere Vorteile, die für eine Kastration sprechen.

  • Kein makieren des eigenen Revieres mehr, weniger Revierkämpfe und Aggressivität, somit weniger Verletzungen durch Kämpfe.
  • Weniger Krankheiten.
  • Laufen in einem geringeren Umkreis umher, dadurch sink das Risiko für Autounfälle.
  • Veränderung des Verhaltens: Viele Katzenbesitzer berichten von einer positiven Veränderung des Verhaltens nach einer Kastration. Weniger aggressiv und zutraulicher.

Wie läuft die Operation der Kastration ab?

In der Regel bringst du deine Katze/Kater morgens zum Tierarzt und kannst sie gegen Mittag wieder abholen. Da die Operation unter Vollnarkose stattfindet muss die Katze nüchtern sein, da es sonst während der Operation zum Erbrechen kommen kann, wodurch die Katze im schlimmste Fall erstickt. Eine Katrastration ist ein Routine Eingriff, sodass man sich nicht allzu große Sorgen machen muss. Nüchtern heißt 12 Stunden vorher nicht mehr füttern. Wasser ist erlaubt. Beim Kater werden dann die Hoden entfernt und bei der Katze die Eierstöcke. Bei Katern geht es etwas schneller, bei Katzen dauert es etwas länger, da zunächst die Bauchdecke geöffnet werden muss, um an die Eierstöcke zu gelangen. Nach der Operation sollte die Katze zunächst Ruhe haben und erst vollständig aus der Narkose erwachen, bevor langsam wieder Fressen und Trinken bereitgestellt wird. Damit die Wunde richtig verheilt, sollte sie die nächsten Tage es etwas ruhiger angehen lassen.

Gibt es Risiken oder Nachteile der Kastration von Katzen?

  • Keine Fortpflanzung möglich. Bei teuren Rassekatzen vielleicht nicht gewollt.
  • Gewichtszuname: Der Stoffwechsel wird verändert, sodass weniger Kalorien gebraucht werden. Die Katze passt aber ihr Fressverhalten nicht an. Da braucht sie also etwas Hilfe. Bei merklich starker Gewichtzunahme bitte das Futter entsprechend anpassen, bzw. die Katze gesünder ernähren (>> Mehr zu gesunden Ernährung hier im Blog).
  • Da es sich wie gesagt um eine Routineoperation handelt sollte man sich nicht allzu große Sorgen machen.

Wann sollte ich meine Katze kastrieren lassen?

Über den richtigen Zeitpunkt der Kastration gibt es viele verschiedene Meinungen. Die Geschlechtsreife tritt bei Katzen zwischen den 4-6 Monat und bei Katern etwas später circa im 5-8 Monat ein. Je nach Rasse und Lebensbedingungen gibt es Unterschiede.

Einige halten nichts von einer Frühkastration, also vor dem 6.Monat und Andere sind ganz klar für eine Kastration vor der eigentlichen Geschlechtsreife. In einigen Ländern wird eine Frühkastration bevorzugt. In Deutschland wird in der Regel mit dem Eintreten, bzw. kurz vor der Geschlechtsreife kastriert. Also circa mit einem halben Jahr. Den richtigen Zeitpunkt zu finden ist nicht einfach und sollte mit deiner Tierärztin besprochen werden, da auch andere Faktoren, wie Gewicht, Körperbau oder Gesundheit, eine Rolle spielen. Ein Kater muss spätestens kastriert werden, wenn er anfängt zu markieren, also die Wohnung voll pinkelt. Durch die Geschlechtsreife verändern sich Hormone, wodurch der Urin anfängt zu stinken. Das merkt ihr auf jeden Fall! Wenn er anfängt zu makieren muss innerhalb der nächsten Zeit kastriert werden, da sonst die Gefahr besteht, dass er nicht aufhört zu makieren. Ihm das ab zu gewöhnen ist sehr sehr schwierig!

Auch ältere Katzen können noch katastriert werden.

Welche Kosten kommen bei der Kasstration auf mich zu?

Die Kastration kostet nach der Gebührenordnung bei Katern um die 70 € und bei Katzen, da etwas aufwendiger, etwa 100 €.

Möchtest du noch etwas zur Kastration von Katzen wissen? Frage gerne über die Kommentarfunktion 😉


Der Tierarztbesuch für die Kastration kann gut mit der Kennzeichnung für Katzen verbunden werden, da auch hier in der Regel eine Kennzeichnungspflicht herscht. Welche Möglichkeiten es bei der Kennzeichnung von Katzen gibt erfährst du hier im nächsten Artikel: >> Kennzeichnung von Katzen

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