Katzen und ihre verblüffende Sammelleidenschaft

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Menschen sind Sammler und Jäger. Manche Katzen sind es auch. Die sogenannte Sammelwut führt bei Katzen dazu, das sie Dinge sammeln. Sachen zu verschleppen oder Spielzeug zu ertränken. Manchmal ist es eine ernst zu nehmende Sache.

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Katzen Sammelwut

In den Medien hört man immer wieder von Katzen, die alle möglichen Dinge mit nach Hause bringen. Von Herren Unterwäsche bis Hockeyschläger. So auch „Klepto-Kitty“, der Spitzname von Dusty. Ein Kater in den USA (Kalifornien, San Mateo) der nachts auf Streifzug geht und mit Hunderten Gegenständen wiederkommt. Welche Artikel mitgebracht werden, wird auf Dustys Facebook-Seite bekannt gegeben.

Kater Pfötchen hat, als er bei mir eingezogen ist, alle seine Spielsachen versteckt. Plüschmaus, Spielball oder Stinkekissen, hat er schön säuberlich unter meinem Bett gehortet. Heute macht er es weniger oft. Aber hin und wieder verschwinden Sachen in seinem Versteck.

Katze verschleppt Sachen – warum?

Wie damals bei unseren Vorfahren, hat das Sammeln einen Grund: Vorratshaltung. Ein typisches Beispiel sind Eichhörnchen, die für den Wintervorrat Nüsse sammeln.

Katzen verbuddeln eher Dinge, um sie vor Gegnern zu verstecken. Essensreste oder Kot werden vergraben, damit Feinde sie nicht aufspüren können. Eine Vorratshaltung machen Katzen nicht.

Es lässt sich aber beobachten, dass sie Dinge wie Socken und Haargummi herumschleppen. Zum Beispiel tragen sie ihre Beute zum Futternapf. Oder Katzen ertränken ihr Spielzeug im Wassernapf.

Pfötchen bringt beispielsweise liebend gern Spielbälle zum Wassernapf. Um sie einzutunken und dann an die Wand zu schleudern. Das erklärt übrigens die Wasserflecken an der Wand 😉

Es gibt verschiedene Theorien, warum Katzen Dinge sammeln oder hin und her tragen.

Vorbereitungskurs unter dem Schutz der Mutter

In der Natur bekommen Kitten von ihren Katzenmamis etwas mitgebracht. Nämlich die auf der Jagd gefangene Beute. So werden die Kitten auf das zukünftige jagen vorbereitet. Es ist eine Art Vorbereitungskurs für die spätere selbstständige Jagt. Sie lernen ihr „Beuteschema“ kennen. Lernen, ein totes Lebewesen von einem halb toten Tier zu unterscheiden. Dies geschieht an einem sicheren Ort in der Nähe der Mutter.

Es wird vermutet, dass Katzen ihre Spielzeuge ähnlich wie Beute behandeln. Der Futternapf, Wassernapf oder ein Versteck sind als die Geborgenheit einer Mutter zu verstehen. Sie fühlen sich sicher. Dort können sie ungestört die Beute begutachten. Sie zerfetzen oder mit ihr spielen.

Das Versteck unter dem Bett ist für Pfötchen ein sicherer Ort. Hier kann er sich vor Staubsaugern und Menschen zurückziehen.

Für den Wassernapf spricht allerdings dagegen, das Katzen ungern am Wasserplatz fressen. Der Grund: Eine Wasserstelle ist in der Natur sehr kostbar. Dreckiges Wasser ist ungesund. Deshalb soll man immer die Futterstelle vom Wassernapf trennen. Viele Futterstation sind dafür leider falsch ausgelegt.

Spieltrieb: zum Spaß und um Stress abzubauen

Dinge hin und her tragen macht einfach Spaß. Sie trainieren für den Fall der Fälle. Jagen zu können muss gelernt sein. Das Spielzeug ersetzt die lebende Beute.

Verhaltensstörung oder ein Schrei nach Aufmerksamkeit

Manchmal kann es auch eine Verhaltensstörung sein. Ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Katzen zeigen Unstimmigkeiten mit ungewöhnlichem Verhalten. Das kann auch eine starke Sammelleidenschaft sein.

Hier sollte man sich von einem Tierarzt beraten lassen, um körperliche Erkrankungen auszuschließen. Weiterhin sollte man dafür sorgen, dass genügend Beschäftigung vorhanden ist. Ein Kratzbaum, eine Kletterwand oder ein Spielkamerad zum Austoben.

Manchmal möchten Katzen auch einfach etwas Aufmerksamkeit. Wenn sie lernt das ein Mensch reagiert, wenn sie etwas Merkwürdiges tut, warum sollen sie es dann sein lassen? Es ist ein Weg, um zu sagen: „Hey, hier! Spiel mit mir“.

Tierhortung – krankhaftes Tiersammeln bei Menschen

Die Tierhortung ist das Sammeln von Tieren. Tiermessies horten Tiere. Oft kommen die Betroffenen nicht mit der Situation zurecht. Es ist einfach zu viel. Die Tiere werden dann unter unzumutbaren Verhältnissen gehalten.

Oft geht der Störung ein Schicksalsschlag voraus. Verlust von Menschen, Arbeit oder gesundheitliche Probleme. Die Tiere geben ihnen halt und Sicherheit.

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