Katzen erziehen – Die ultimative Anleitung – So gelingt es

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Katzen erziehen

Die ultimative Anleitung für die Katzenerziehung? Soll das ein Scherz sein? Katzen kann man erziehen? Du hast aktuell vielleicht noch diese Meinung „Katzen kann man nicht erziehen, die machen was sie wollen!“? Mit dieser „Katze-erziehen-Anleitung“ zeigen wir dir, dass du dem Ziel, endlich von deiner Katze als „Mitbewohner“ anerkannt und nicht nur als „Diener“  eingestellt wirst, einen großen Schritt näher kommst. Wenn gewisse „Spielregeln“ beachtet werden, können Katzen durchaus etwas lernen. Ohne diese Spielregeln hast du keine Chance gegen deine Katze zu gewinnen. Sie wird dich weiterhin in den Wahnsinn treiben.

Katze wird zum Hund?

Katzen unterscheiden sich in einem Punkt enorm von Hunden. Hunde freuen sich, wenn sie machen dürfen, was Herrchen oder Frauchen ihnen sagt. Sie machen es einfach, den ganzen Tag, Stunden lang, bis sie umfallen. Katzen können sich zwar auch über ihre Katzeneltern freuen, sie machen aber nicht das, was sie gesagt bekommen den ganzen Tag. Wenn sie keine Lust mehr haben, machen sie etwas anderes. Sie haben ihren eigenen Kopf und sind viel selbständiger als Hunde.

Wie ist es dann möglich Katzen zu erziehen?

Zunächst sollte man sich Gedanken machen, was geändert werden soll bzw. warum man seine Katze erziehen will?

Da gibt es im Wesentlichen zwei Punkte:

I: Das Katzenverhalten ändern

  • Nicht an Möbelstücke kratzen,
  • Nicht an Gardinen, Tannenbaum, etc. hoch klettern,
  • Nachtruhe einhalten,
  • Nicht nach Essen betteln,
  • Nicht auf den Esstisch oder Herd springen,
  • und so weiter.

Wenn du das geschafft hast, kannst du sogar versuchen deiner Katze Dinge beizubringen. Mit diesen Dingen, wie „Stöckchen holen“ oder „Sag Miau“, könntest du vor Anderen mächtig angeben oder einfach bescheiden lächeln, weil du eine unglaubliche Beziehung zu deiner Katze aufgebaut hast.

II: Katze etwas beibringen

  • Auf ihren Namen hören,
  • Männchen machen,
  • Miau sagen,
  • Auf Kommando springen,
  • Stöckchen holen
  • etc.

Tipp: Bearbeite die beiden Punkte nicht gleichzeitig. Wenn der I. Punkt fertig ist, gehe wenn du magst zu Punkt II.  Denn Katzen machen das, wozu sie Lust haben. Wenn du alles gleichzeitig ändern willst, kann es deine Katze überfordern, sodass sie sich genervt zurückzieht. Fange klein an, steigern kann man sich immer.


In diesem Blogbeitrag wird nur der I. Punkt besprochen. Der Zweite Schritt baut auf die hier genannten Spielregeln auf und bildet einen 2. Beitrag. Um ihr Dinge beizubringen, muss deine Katze dir zu 100% vertrauen. Deshalb lese bitte erst die Spielregeln durch. Du kannst dir den Beitrag aber schon mal merken, er öffnet im neuen Tap, sodass du schnell wieder zurückkehren kannst 😉 Zum II. Punkt, wo ich quasi live versuche, Kater Pfötchen etwas beizubringen, geht es hier entlang: >Katzen etwas beibringen<


Die 10 goldenen Spielregeln (Tipps) für die Katzenerziehung

  1. Versetzte dich in deine Katze und verstehe sie:Werde dir im Klaren darüber, warum sie so handelt. Nur wenn du die Ursache kennst, kannst du was ändern. Ein Beispiel: Deine Katze kratzt dein Sofa kaputt. Das macht sie nicht, um dich zu ärgern, sondern sie muss, von Natur aus, ihre Krallen schärfen, um in der Natur zu überleben. Du willst ihr also eine überlebens wichtige Eigenschaft verbieten? Unmöglich bzw. Tierquälerei. Also was tun?
  2. Alternativen anbieten: Da du jetzt weißt warum sie kratzt, kannst du ihr eine Alternative, bessere, attraktivere Kratzstelle anbieten, ihr diese zeigen und sie wird aufhören am Sofa zu kratzen.
  3. Habe Geduld: Wenn deine Katze schon älter ist und seit Jahren in der Küche steht und bettelt, wird sie es nicht plötzlich morgen sein lassen. Warum auch? Sie hat so Jahre lang Leckereien bekommen, sie denkt das klappt bestimmt nochmal? Oder würdest du damit aufhören? Also sei sehr geduldig.
  4. Sei Konsequent: Lege am Anfang fest was sie nicht darf und diese „Spielregeln“ werden nicht mehr geändert. Änderst du sie, brauchst du hier nicht weiter lesen und deine Katze wird weiterhin machen was du nicht willst. Du kannst ihr nicht sagen: „Ausnahmsweise darfst du heute die Gardinen hochklettern, aber morgen nicht mehr.“ Wie soll das deine Katze verstehen? Damit verwirrst du sie nur und der ganze Lernerfolg kann plötzlich verschwunden sein. Deshalb ganz wichtig!!! Gehe durch deine Wohnung und Schreibe dir am Besten auf, was sie nicht darf. Bespreche das auch, wenn nötig mit anderen Familienmitgliedern, denn es geht nicht, das eure Katze bei Meowmy auf das Bett darf und bei Pawpaw nicht. Dann wird deine Katze es immer wieder ausprobieren, ob sie es nicht doch darf und wenn du dann keine Geduld hast und nicht konsequent bist: Game over, die Katze gewinnt.
  5. Lasse ihr genügend Raum: Sei dir bewusst: Für deine Katze ist es wichtig, dass ihre natürlichen Triebe nicht unterdrückt werden. Denn sonst hast du deine Katze, zu einer frustrierten Katze erzogen. Die Folgen können sein, dass sie sich immer mehr zurückzieht, depressiv sowie antriebslos, weniger aktiv, unsauber und letztendlich Krank wird. Also überfordere deine Katze nicht unnötig. Wenn sie nicht spielen will, nicht gestreichelt werden will, wenn sie schlafen will, und so weiter, dann lasse sie in Ruhe.  Sie soll mit Regeln ein artgerechtes Katzenleben erhalten.
  6. Erschaffe Verbindungen: Katzen lernen durch „Verbindungen“. Ein Beispiel: Wenn deine Katze nicht auf dem Bett schlafen soll. Dann nehme sie direkt, wenn sie auf das Bett springt, wieder hinunter und sage „nein!“. So hast du eine Verbindung zwischen „Bett“ und „nein“ hergestellt. Wenn du das paar Mal widerholst, wird sie sich merken, dass die Verknüpfung „nein und Bett“ etwas ist, was Frauchen wohl nicht gut findet. Um sicher zu gehen, ob du das wirklich ernst meinst, wird sie es vielleicht hunderte Male wieder versuchen, bevor sie sich, irgendwann sicher ist, das „Nein“ bedeutet: „ich darf nicht auf das Bett. Mannomiau 🙁 .“
  7. Positive Belohnung durch Leckerlies oder Streicheleinheiten: Lobe deine Katze für gute Taten mit Leckerlies oder einer Streicheleinheit. Zum Beispiel: Gib ihr ein Leckerli, wenn sie am Kratzbaum kratzt. So merkt sie sich die Verbindung: Am Kratzbaum kratzen = Leckeli. „Hmm.. wenn ich am Sofa kratze, gibt es kein Leckerli, also lieber am Kratzbaum kratzen.“
  8. Sofort reagieren: Deine Reaktion auf das Verhalten, muss unmittelbar nach der Tat erfolgen, weil sie sonst keinen Zusammenhang herstellen kann. Es bringt nichts, eine Katze als Bestrafung einzusperren. Wie soll sie eine Verknüpfung zum „falschen Verhalten“ herstellen? Sie kann es nicht verstehen.
  9. Keine Gewalt: Du kannst den Vorgang nicht durch Gewalt beschleunigen!!! Ganz wichtig: Setzte keine Gewalt ein. Katzen sind sensibel. Du zerstörst mit Gewalt das Vertrauen, das deine Katze gegenüber dir und Menschen hat. Im schlimmsten Fall bekommt sie panische Angst vor Menschen. Der Mensch wird vom Diener zum Feind. Kannst du dann noch bei offener Schlafzimmer Tür schlafen, wenn ein aggressives, mit scharfen Krallen ausgestattetes, nachtaktives Raubtier, was dich als Bedrohung ansieht, durch die Wohnung läuft?
  10. Nicht anschreien: Auch „anschreien“ kann zu einer ängstlichen Katze führen, die dann aggressiv reagieren kann. Man muss sich vor Augen führen, dass sie nur versucht sich zu verteidigen. Also gut zu wissen: Solange deine Katze nicht schwerhörig ist: Schreien muss du nicht. Katzen haben ein viel besseres Gehör als Menschen. Laute Geräusche können Schmerzen erzeugen.

Positive Dinge, Dinge die die Katze gut macht, können zusätzlich mit einem Clicker verstärkt werden. Die Grundlagen für das >Clickertraining<.

Diese Regeln sind goldwert und sollten bei der Katzenerziehung eingehalten werden. Also merke dir diese Seite als Lesezeichen, lade sie als Desktop-App herunter, schreibe dir die Regeln an die Wand, damit du die Hinweise immer parat hast. Weil sie so wichtig sind: Bevor ich zu den konkreten Beispielen komme, die wichtigsten Spielregeln für die Katzenerziehung, in aller Kürze, als Merkzettel für dich:

Oder die Zusammenfassung als Video:

Die 10 Spielregeln zusammengefasst

Konkrete alttagstaugliche Erziehungsbeispiele:

Schön, dass du es bis hier hin geschafft hast. Herzlichen Glückwunsch! Du besitzt nun die Grundlagen deine Katze zu erziehen.

Alle Probleme können wir hier nicht vorstellen, aber an Hand einiger Beispiele versuchen wir aufzuzeigen, wie du deine Katze ein Stück weit erziehen kannst.

Katze erziehen, Beispiel Nr. 1: Katze soll nicht auf den (Ess-) Tisch springen:

Der Klassiker: Die Katze soll nicht auf den Tisch springen, wo auch gegessen wird.

Wenden wir also die 10 Regeln an:

Wieso macht sie das?

Was sieht die Katze wenn sie zu euch hinauf zum Esstisch blickt? Eure immer aus dem Sichtfeld verschwindenden Hände. Sie riecht die vielleicht unbekannten Gerüche des Essens.  Wo sind die Hände? Was riecht da so? Voller Neugierde muss sie einfach nachschauen. Würdet ihr es nicht auch? Vielleicht gibt es da oben ein Gratis-Leckerli. Und von da, hat man bestimmt eine gute Aussicht.

Kann eine Alternative angeboten werden?

Katzen lieben hohe Plätze, um von oben einen sicheren Überblick zu haben. Biete genügend solcher Plätze an. Wenn möglich mit Blick auf den Esstisch, sodass sie sehen kann, was ihr da oben so treibt 😉

Sofort reagieren! Sobald du siehst das sie hoch springen will oder sie auf dem Tisch gesprungen ist, sage „nein!“ und setze sie sofort danach herunter.

Sei geduldig & konsequent: Sie wird es noch paar Mal versuchen. Lasse keine Ausnahme zu! Wenn du festlegst, dass deine Katze nicht auf den Tisch darf, darf sie dort nicht hin! Nie!

Positive Bestätigung durch Leckerli: Lobe deine Katze, wenn sie oben auf dem Kratzbaum sitzt.

Verbindungen schaffen: Tisch-nein-kein Leckerli und Kratzbaum-ja-leckerli.

Bleibe ruhig, auch wenn das Schnitzel vom Teller geschnappt wird: Keine Gewalt und nicht anschreien. Sie weiß das sie gemeint ist.

Setze dich und deine Katze nicht unter Druck. Wenn sie schlafen will, lasse sie schlafen.

Ähnlich ist es bei: Nicht auf das Regal springen und meine Lieblingszimmerpflanze anknabbern, nicht auf das Bett oder Herd springen oder Gardinen und Tannenbaum hochklettern. Alternativen wären hier eine „Knabberpflanze“ wie Katzengras, einen geeigneten Schlafplatz und Klettermöglichkeiten anzubieten.


Schon gewusst? >Katzengras< ist eine Art Wunderpflanze für deine Katze, die ihr immer zu Verfügung stehen sollte. Warum? Dann klicke hier, um den Beitrag für später zu merken. Er öffnet im neuen Tap, sodass du direkt hier wieder zurückkehren kannst.


Alles klar?

Dann zum nächsten „Problem“:

Katze erziehen, Beispiel Nr. 2: Deine Katze kratzt an falscher Stelle, zum Beispiel am Sofa:

Wenden wir also wieder die 10 Regeln an:

Warum macht sie das?

Katzen schärfen durch Kratzen an vorwiegend rauen Oberflächen ihre Krallen, um zum Beispiel Mäuse fangen zu können.

Alternative?

Sorge für genügend Kratzmöglichkeiten. Kratzbaum, Kratzbretter, Kratzwand, Kratzpappe oder die einfache, kostengünstigere diy-Idee, ein mit Sisal umwickeltes Tischbein.

>Sisal kannst du übrigens hier kaufen<* >und hier eine Kratzmatte;)< *

Sofort reagieren: Nehme sie sofort vom Sofa weg, sage „nein!“ und setze sie woanders hin, zum Beispiel auf die oben erwähnte Kratzmatte.

Sei Geduldig und Konsequent: Sie wird es noch paar Mal versuchen. Lasse keine Ausnahme zu! Auch wenn du völlig fertig, einfach nur deine Lieblingsserie gucken willst, schmeiße nicht mit der Fernbedienung, den du weist ja keine Gewalt und wie viele Fernbedienungen hast du? Also springe sofort! Unmittelbar, wie ein verrückter vom Sofa auf, aber leise, weil du weißt Katze nicht erschrecken und was sollen die Nachbarn denken? Nehme sie vom Sofa weg und sage ruhig, aber mit bestimmter Stimme: „nein!“. Setze dich wieder hin und lass sie in Ruhe ihren Weg gehen.

Wenn dann die nächste Folge deiner Lieblingsserie anfängt, stehe auf –ein bisschen Bewegung tut dir gut- und schaue nach, ob deine Katze an den aufgestellten Alternativen kratzt, wenn ja gib ihr ein Leckerli. Bravo, da ist die positive Verstärkung und unsere Verbindungen: kratzen-Sofa-nein und kratzen-Kratzbrett-Leckerli.

Extratipp: Die „Katzendroge“ Katzenminze hat eine magische Anziehungskraft auf Katzen. Vielleicht auch auf deine Katze? Wenn ja kannst du mit Katzenminze, Kratzbretter, Kratzbäume und Schlafplätze interessanter machen, sodass deine Katze gar nicht auf die Idee kommt, sich nach anderen Kratzstellen umzuschauen. Lesetipp für später merken, öffnet im neuen Tap >> Katzenminze <<


Du merkst, das du mit den Spielregeln viele verzweifelte Versuche deine Katze zu erziehen entgegen wirken kannst. Probiere es einfach mal aus.

Gut zu wissen ist auch, das Katzen Raubtiere sind und Dinge, vor allem bewegende Dinge, wie Füße unter Bettdecken angreifen. Was also, in solchen Situationen tun? Keine schnellen Bewegungen und die Katze behutsam beiseite nehmen.


3 weitere Erziehungs-Methoden:

Falls ein „nein!“ nicht hilft können andere Dinge versucht werden. An dieser Stelle möchte ich betonen, dass diese Methoden, wenn du sie selbst ausführst, dazu führen können, dass deine Katze Angst vor dir hat. Katzen merken sich solche Dinge und halten dann möglicherweise Abstand von dir, sodass ich die folgenden Punkte nicht empfehle. Möchte sie aber dennoch erwähnen, da sie häufig als „die eine Lösung“ angepriesen werden.

  • Ein Fauchen erzeugen: Ein pusten ins Gesicht, wird für die Katze als Fauchen, also eine Art Bestrafung/Beleidigung wahrgenommen.
  • Laute Geräusche erzeugen: Katzen reagieren empfindlich auf Geräusche, sodass sie sich immer erschreckt, wenn sie etwas nicht darf.
  • Wasserpistole: Immer wenn sie etwas „falsches“ macht, wird sie nass gespritzt. Wenn sie diese Methode anwenden möchten, dann beachte bitte niemals auf den Kopf Bereich zu zielen. Ein Kopfschuss kann gesundheitliche Schäden verursachen!

5 Probleme bei der Katzenerziehung:

  • Falscher Einsatz von Leckerlies: Ein Beispiel: Deine Katze knabbert an Zimmerpflanzen. Du nimmst sie davon weg und gibst ihr etwas zu fressen, um zu zeigen was sie fressen darf und was nicht. Deine Katze stellt die Verknüpfung her: „Wenn ich an der Pflanze knabbere, kommt jemand, der mir Aufmerksamkeit schenkt und auch noch was leckeres zu Essen gibt. „Yippie das merke ich mir, so bekomme ich ganz viele Leckerlies, yuhuu! Das muss ich gleich nochmal probieren.“ Überlege unbedingt vorher, ob ein Leckerli sinnvoll ist, weil du sonst, wie im Beispiel das Gegenteil bewirken kannst.
  • Nicht den Namen verwenden: Es ist egal ob du „nein!“ oder „lass das!“ sagst. Wichtig ist nur, das du dich auf ein Wort beschränkst und nicht ihren Namen rufst, wenn du eigentlich „nein!“ meinst. Dann verbindet sie ihren Namen mit etwas, was sie nicht darf. Auch sollte das Wort, im „alltäglichen Wortwechsel“ mit deiner Katze nicht vorkommen. Ebenso sollte der Tonfall ein anderer sein, als wenn du deinen Katzen etwas Nettes sagst.
  • Regeln beachten und nicht mogeln: Oft funktioniert eine Erziehung nicht. Der Grund: Du hältst dich nicht an die Spielregeln. Ein häufiger Fehler ist, dass man nicht konsequent genug ist und einiges durchgehen lässt. Deine Katze lernt in diesen Momenten, dass sie es unter bestimmten Umständen doch darf. Also warum nicht immer wieder probieren, es macht doch so viel Spaß, den Weihnachtsbaum umzuwerfen. Wenn du dich nicht an die Regeln hältst, warum soll es dann deine Katze?
  • Falscher Zeitpunkt der „Bestrafung“: Wichtig ist direkt nach der Tat zu reagieren. Paar Minuten später kann kein Zusammenhang mehr hergestellt werden und deine Katze weiß nicht was los ist. „Herrchen kaputt?“
  • Alles was deiner Katze gefällt wird sie immer wieder tun. Wenn sie zum Beispiel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, dann etwas falsches macht und du ihr somit Aufmerksamkeit schenkst, freut sich die Katze darüber. Und sie wird es wieder tun. Lösung: beschäftige dich mit deiner Katze. Am Besten Jeden Tag! Spiele mit ihr. Schenke ihr mehr Aufmerksamkeit, als nur das Futter hinzustellen.

Spielt das Alter bei der Erziehung eine Rolle?

Es ist ähnlich, wie bei Menschen, jüngere Katzen lernen schneller als Ältere. Man kann aber auch ältere Katzen erziehen. Das Problem ist nur, das über Jahre gehegte Verhaltensmuster schwierig sind zu ändern und eine besondere Herausforderung darstellen. Denn wie sagt man der Katze verständlich, dass sie das jetzt plötzlich nicht mehr darf? Man sagt es ihr, wie auch bei jüngeren Katzen. Man braucht nur sehr viel Geduld und Durchhaltevermögen.

Bei jüngeren Katzen oder Kitten sollte zunächst eine gewisse Vertrauensbasis aufgebaut werden. Möglicherweise sind sie noch recht scheu und ängstlich vor Menschen, sodass sie nicht zusätzlich auch noch mit der Erziehung überfordert werden sollten. Dennoch sollte von Anfang an klar sein, was sie darf und was nicht. Das nächste Beispiel ist logischerweise wichtig.

Beispiel Katzenerziehung von Kitten: Wo ist die Toilette?

Unrein, daneben gepinkelt? Warum macht sie das? Junge Kitten müssen erst stubenrein werden. Auch vergessen sie es beim Spielen einfach und schaffen es dann nicht mehr rechtzeitig, die Toilette zu finden. Alternative anbieten? Stelle pro Katze zwei Katzenklos auf. Diese sollten „geeignet“ sein, also nicht zu groß, nicht zu klein, ein Streu das die Katze mag (kann individuell verschieden sein) und gerade in größeren Wohnungen/Häusern nicht zu weit weg.

Beobachte deine Katze. Wenn du sie erwischt, setze sie direkt danach ins Katzenklo (sofort reagieren). Auch wenn du das wahrscheinlich paar Mal wiederholen musst (geduldig und konsequent sein), wird sie es sich irgendwann merken, Verknüpfungen erstellen und von selbst das Katzenklo finden. Das ist dann quasi schon die positive Belohnung, da Katzen sehr saubere Tiere sind und es nicht haben können, wenn die ganze Wohnung nach Urin stinkt. Keine Gewalt! Nicht die Katze in den Urin tunken! Nicht anschreien! Gerade Kitten brauchen viel Schlaf, akzeptiere ihre Bedürfnisse.

Extratipp: Wische das danebengegangene Urin nicht auf, sondern sauge es mit Katzenstreu auf. Dieses tust du ins Katzenklo. Durch den Geruch wird deine Katze erkennen, wo der richtige Platz ist. Wichtig hier: Alle „falschen Orte“ gründlich reinigen.

So viele Leckelies? Erziehung geich mehr fette katzen?

Achte bei den Leckerlies darauf, das sie gerne gefressen werden und passe die Futtermenge an, um die Leckerli- Kalorien zu kompensieren.

Es müssen nicht immer Leckerlies sein. Eine ausgiebige Streicheleinheit kann auch als Belohnung angesehen werden. Auch kann man seiner Katze etwas zum erkunden oder erschnüffeln geben, wie „Kaustangen“ oder ein Schmusekissen.

Kauftipp: Kater Pfötchen liebt die Matatabi – Kaustangen< * (öffnet in neuem Tab)">>Matatabi – Kaustangen< *

Probiere es individuell aus, was für deine Katzen das Beste ist. Eine Kombination aus mehreren Möglichkeiten finden wir am sinnvollsten, um eine mögliche Langeweile oder Desinteresse zu vermeiden.

Katzen erziehen soll Spaß machen. Für dich und für deine Katze!

Eine Katze zu erziehen kann sehr sehr aufwendig sein. Jede Katze hat einen individuellen Charakter. Manche lernen schneller, Andere weniger schnell. Du kannst dabei wahnsinnig werden, aber ist es nicht genau das, was eine Katze so unvorstellbar liebenswert macht? Zu zu sehen, wie der eigene, selbständige Charakter heran wächst? Die kostbare Zeit, die du mit ihr verbringst? Wie sie dich zum Lachen bringen?

Mit der Erziehung deiner Katzen baust du eine enorme Bindung zu hier auf. Also versuche die Erziehung nicht als Notwendigkeit anzusehen, sondern als eine Bereicherung, die -wenn du dich darauf einlässt- sehr viel Spaß machen kann. Versuche es und du wirst es erfahren.


Es gibt mit Sicherheit noch mehr Situationen und Probleme. Deren Lösungsansätze lassen sich häufig, von den oben genannten Regeln und den Beispielen ableiten. Falls nicht, können sie hier in den Kommentaren, gerne gemeinsam diskutiert werden.

Wir hoffen, dass wir mit dieser ultimativen Anleitung „wie Katzen erziehen“ dir helfen können. Wir sind auf jeden Fall gespannt. Hast du oder deine Katze das „Spiel“ gewonnen?

Wir wünschen viel Spaß und Erfolg bei der Erziehung eurer Katzen.

Pfötchen und Henni

Lesetipp: >Wie du deiner Katze etwas beibringst<. Ob „Männchen machen“ oder „Miau sagen“, wir zeigen dir, mit Schritt für Schritt Anleitungen, wie es geht. Vom Anfänger bis Profi.

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